Wehrpflicht und der Mangel an Freiwilligen für die Litauen-Brigade

Die erste im Ausland stationierte Bundeswehr-Kampfbrigade, die „Brigade Litauen“, soll nach Bundeswehrangaben bis 2027 einsatzbereit sein und aus 3 Kampfverbänden mit insgesamt 5000 Bundeswehrangehörigen bestehen. Nach den Worten von Minister Pistorius soll sie ausschließlich aus Freiwilligen bestehen.

Doch, so ein Bericht des „Spiegel“ vom 12. Februar (Bezahlschranke), könne man einem dem „Spiegel“ vorliegenden „vertraulichen Papier aus dem Wehrressort“ entnehmen, dass es „viel zu wenige Freiwillige für die Litauen-Brigade“ gäbe. „Demnach suche man für Litauen Freiwillige für 1971 Dienstposten, bisher aber hätten sich mit 209 Soldaten nur »rund 10 Prozent« der nötigen Freiwilligen gemeldet. Besonders wenige Freiwillige haben sich demnach aus dem Bereich der Mannschaften gemeldet, die unteren Dienstgrade machen den größten Teil der Litauen-Truppe aus“.

Dazu ein paar Gedanken von Dr. Alexander Neu zur Wehrpflicht im Allgemeinen, dem Auftrag der Bundeswehr zur Landesverteidigung und der äußerst dünnen argumentativen Grundlage, Wehrpflichtige im Bündnisfall jenseits deutscher Staatsgrenzen einzusetzen.

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